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28.07.2007

Lesezeit: etwa 2 Minuten

„Xenos – Leben und Arbeit in Vielfalt“

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Stadtratssitzung am 28.2.07
Stellungnahme zum Punkt 2 der Tagesordnung, zum Bericht der Verwaltung bezüglich des Sonderprogrammes „Xenos – Leben und Arbeit in Vielfalt“

Herr Oberbürgermeister,
Damen und Herren,

die sozialen Unterschiede werden auch in Nürnberg immer größer. Rund 60 000 Bürger gelten als arm, weitere 100 000 sind von Armut bedroht. Rund 49 000 Personen leben von Hartz IV, dem Gesetz, das wie passend, den Namen eines Kriminellen trägt. Immer weniger, vor allem Hauptschulabgänger, finden einen Ausbildungsplatz und etwa 4000 Schulabgänger dürften sich in irgendwelchen „Warteschleifen“ befinden. Diejenigen, die Arbeit haben, werden mit immer neuen und höheren Abgaben traktiert. So vergeht ja kaum eine Sitzung des Stadtrates, in der nicht Gebühren und Entgelde angehoben werden.

Anstatt sich in dieser Situation auf die Hilfe für eigene Staatsangehörige zu konzentrieren, sorgen sich Programme wie „Xenos-Leben und Arbeiten in Vielfalt“ um die längst gescheiterte Integration von immer neuen Einwanderern, für die wir definitiv keine Ausbildungs- und Arbeitsplätze haben und deren Zukunftsaussichten deshalb mehr als düster sind.

Ähnlich wie bei dem Begriff „Migranten“ für Einwanderer, soll auch mit der Bezeichnung „Xenos“ die wahre Bedeutung für die Öffentlichkeit vernebelt werden. „Xenos“ stammt, wie wir erfahren können, ursprünglich aus dem Griechischen und bedeutet „der Fremde“, in seiner zweiten Bedeutung „der Gastfreund“. Dies ist jedoch irreführend, denn der Fremde, der „Gastfreund“ ist, muss nicht integriert werden, weil er nach Beendigung des Gastaufenthaltes in der Regel wieder in seine Heimat zurückgeht, was eigentlich der Normalfall sein sollte.

Wie weit die politisch Verantwortlichen mit ihren Integrationsbemühungen gekommen sind, zeigen die Vorfälle an den Nürnberger Schulen mit hohem Ausländeranteil, die nicht mehr als Einzelfälle abgetan werden können und selbst der Schulreferent muss einräumen, dass es, so wörtlich, „gewaltig gärt“ und er in 35 Jahren Schuldienst noch nie eine solch massive Häufung von Problemen erlebt hat.

Programme wie „Xenos“, die einen falschen Ansatz haben und die Probleme nicht lösen sondern nur kaschieren, sind Geldverschwendung und dieses könnte man gut sinnvoller einsetzen.

Ralf Ollert

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